Tikal in Guatemala: Tukane, Nasenbären und Star Wars

Tikal in Guatemala. Neues Land, frische Eindrücke und natürlich wunderbare Erfahrungen! Wir sind in Guatemala angekommen. Von San Ignacio war es nicht mehr weit bis zur Grenze. Wir konnten ein Taxi nehmen, welches ähnlich gut wie die Taxis in Saudi waren. Aber, anders als meine Mitreisenden, stört mich nach den Erlebnissen in Saudi die Fahrweise und Taxis der örtlichen Fahrer nicht. Ist eher lustig und viel Gegenverkehr gibt es auch kaum.

Grenzeformalitäten waren auch kein Problem, außer dass der Grenzer etwas Zeit brauchte um zu erkennen, was mein Vor- und was mein Nachname sein könnte.

Was sofort auffällt ist, dass Guatemala im Vergleich zu Belize ärmlicher ist und mehr Leute mit Waffen rumlaufen. Ein wenig unschön, aber na ja. Man muss sich den Jungs ja nicht unbedingt in den Weg stellen. 

Unsere Reise-Route sah so aus:


Größere Kartenansicht

Von der Grenze haben wir direkt ein Taxi bis nach Tikal genommen. Das ist eine große, alte Maya-Ruine mitten im Dschungel. Auch nach rund 50 Jahren hat man nur rund 15% ausgegraben, weil es einfach zu groß ist.

Tikal – 1. Tag

Wir haben direkt im Nationalpark übernachtet, damit wir bei Sonnenaufgang die Tour in den Park mitmachen konnten. Den freien Nachmittag am Tag davor nutzen wir aber schon, um einen Eindruck vom Park und den Ruinen zu bekommen.

Glücklicherweise war es schon gegen späten Nachmittag und es hatte ziemlich geregnet, so dass nicht mehr so viele Touristen unterwegs waren. Somit konnten wir die eigenartige Atmosphäre der Ruinen im Dschungel fast ungestört genießen.

Das ganze Gelände kann man sich so vorstellen, wie man sich eine Ruinenstadt im Dschungel vorstellt. Überwucherte Gebäude und Tempel, die eher Hügeln als Gebäuden ähneln. Dazwischen freigelegte Tempel, von deren Spitzen man einen wunderbaren Überblick hat, wenn man es die ultra-steilen und hohen Treppenstufen hoch, sowie runter geschafft hat. In Deutschland wären solche Ruinen gesperrt, weil zu gefährlich. Nicht jedoch hier…Es fehlt nur Indiana Jones, der um die Ecke eines Tempels schlendert, einen lässigen Spruch los lässt und dabei seine Peitsche aufwickelt.

Während wir die Tempelanlage erforschten haben wir zwischen den Anlagen eine Fülle von Tieren gesehen. Der aufhörende Regen und die Dämmerung trieb sie auf die freien Flächen an den Wegen und vor den Tempeln. Zwar haben wir keine Jaguare und Pumas gesehen, dafür aber Nasenbären, Klammeraffen, Tukane, Truthähne, Spinnen und grüne, große Papageien und dazu natürlich das allgegenwärtige Geschrei der Brüllaffen.

Alles zusammen eine großartige Kulisse zu einer atemberaubenden Ruinenlandschaft.

Tikal – 2. Tag

Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 4 Uhr morgens in der Lobby des Hotels sein, um dann rund 45 Minuten über dunkle und verschlungene Dschungelpfade zur höchsten Pyramide zu wandern. Außer einer Tarantel in ihrer Höhle haben wir leider nichts gesehen. Dort angekommen warteten wir auf den Sonnenaufgang, welcher leider äußerst bescheiden ausfiel, weil Ernesto mit seinen Wolken immer noch den Himmel über Tikal bedeckte. Aber dafür konnten wir miterleben, wie der Urwald langsam erwachte. Brüllaffen beginnen zu brüllen, Vögel zu zwitschern und Papageien beginnen zu fliegen. Sehr beeindruckend, weil man fast 60 Meter über dem Boden einen unglaublichen Ausblick hat.

Mir kam der Ausblick seltsam bekannt und vertraut vor. Aber erst als uns der Guide erzählte, dass Tikal in Star Wars vorkommt, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Wir hatten diesen Ausblick und drunter der Filmausschnitt aus Star Wars:

Nachdem uns der Guide im Laufe des Morgens noch mit unzähligen Informationen gefüttert hatte, waren wir voll und satt mit neuem Wissen über die Maya. Und ich muss sagen: Äußerst beeindruckend. Trotz meines Geschichtsstudiums wusste ich fast nichts über diese Zivilisation, die mehr als 1500 Jahre das Leben in Mittelamerika geprägt haben. Kolossale Tempelanlagen, eine beeindruckende Gesellschaft und rätselhafte Rituale.

Ich muss mich dringend, wenn ich wieder daheim bin, mehr mit den Mayas beschäftigen, jetzt wo ich ihre Stätte gesehen habe…

 

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