Segeln, harpunieren, Golf-Frisbee und ein Hurrikane

Hört sich super an, oder? War es auch! Denn nach 7 Tagen Caye Chaulker und einer großen Runde der Hängematte liegen, schnorcheln, Nachmittagsbier in der Lazy Lizard Lounge haben wir kurzerhand auf einem kleinen Segelboot angeheuert und sind segeln gegangen. Das bietet sich in Belize auch an…

Die Lazy Lizard Bar sieht so aus und fühlt sich ungefähr so an:

Ursprünglich wollten wir von Caye Chaulker direkt nach Belize City übersetzen und von dort mit dem Bus nach San Ignacio an der Grenze zu Guatemala fahren. Da wir über das Angebot für einen 3-Tage-Segelturn nach Placencia gestolpert sind und Segeln in der Karibik eh toll ist, haben wir vier, Eike, Sandra, Kathy und Tim, uns dafür entschieden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir auch noch nichts vom kommenden Hurrikane Ernesto.

Segeln mit Kapitän Roy

Angeheuert haben wir bei Roy, einem echten Rasta, der das örtliche Kreol spricht. Manchmal ein wenig hart zu verstehen, aber das geht schon. Auf den ersten Blick vielleicht auch nicht ganz vertrauenserweckend, ebensowenig wie sein Kahn, aber dafür hat seine Frau sehr gut gekocht. Also alles in Butter also. Außer uns war noch ein Pärchen aus Mexiko-City mit an Bord, sowie der Bootsmann Alex.

Los gesegelt sind wir von Caye Chaulker und erster Stop war nach einigen Stunden ein Riff. Dort hat jeder seine Schnorchelausrüstung gepackt und ist ins Wasser gesprungen. Roy, Tim und ich haben außerdem eine Harpune genommen und haben uns von Roy zeigen lassen, wie man im Riff für sein Abendessen sorgt. Das gab es abends dann auch. War gar nicht so einfach die richtigen Fische zu finden, ihnen nach zutauchen, auf die Strömung zu achten und dann auch noch zu zielen. Aber nach einer Weile klappte es dann.

Hummer und Krabben kann man entweder mit der Hand oder mit einem Haken fangen. Die großen Muscheln sind einfach Beute, weil sie sich ja nicht groß bewegen können. Man muss nur tief genug tauchen.

So ging das im Grund drei Tage lang: Segeln, Reggea hören, mehrfach am Tag schnorcheln und fischen (Reggea geht einem dann auf den Keks). Super entspannt also. Kann ich nur jedem empfehlen, außer man mag keinen Fisch und keine Meeresfrüchte. Dann wird es eng, denn was anderes, außer Reis und Brot, gibt es nicht. Auch gewöhnt man sich besser schnell daran, dass Roy den Fischen die Köpfe auszuzelt. Quasi analog zu einer Weißwurst.

Goff’s Caye

Übernachtet wurde in der ersten Nacht auf Goff’s Caye, einem kleinen Eilanden aus Stand, Kokospalmen und sonst nix. Ab und an krabbelt mal ein Einsiedlerkrebs vorbei oder ein Fregattvogel fliegt über die Insel. Ist ein wenig so, wie man sich Robinson Crusoe vorstellt. Während die Besatzung auf dem Boot oder Steg schlief (es ist auch nachts warm genug), haben wir unsere Zelte aufgeschlagen und dort geschlafen. Die Zelte waren eher als Windschutz gedacht, weniger wegen des Regens.

Tabaccho Caye

Die zweite Nacht haben wir, nach einem Tag segeln unter sengender Sonne, auf Tabaccho Caye verbracht. Hier wohnen ein paar Einheimische und Parkwächter. Außerdem gibt es eine kleine Strandbar. Auch hier haben wir wieder gezeltet. Einzige Regel: Nicht unter einer Kokospalme zelten, denn die Nüsse sind groß, schwer und ziemlich gefährlich.

Nach Tabaccho Caye sind wir vor einem Sturm nach Placencia gesegelt. Ich schreibe demnächst drüber, denn die anderen warten schon darauf eine weitere Runde Golf-Frisbee im Dschungel zu spielen. Und als Titelverteidiger darf ich da natürlich nicht fehlen…

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